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FCSP : hro Vorbericht

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Ganz heißes Eisen.

kaum ein Thema dürfte so stark diskutiert worden sein wie das Verkaufsverbot nach Rostock, den Gang vors Gericht und die daraus resultierenden Folgen. Was hier kommt ist explizit meine Meinung. Jeder kann dazu anders denken und mich gerne mit Argumenten/Fakten von etwas Anderem überzeugen. Schaffen wir mal Fakten:

- Zwei Gänge vors Gericht ohne verwertbares Ergebnis (zwar wurde bestätigt, dass keine Karten verkauft werden dürfen aber angemerkt, das ein anderes Gericht sich drum kümmern muss ob das Rechtens ist.

– Hansa Rostock als Verein honoriert das Verhalten des Präsidiums, die alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben um den Rostockern doch noch das Kommen zu ermöglichen, und gibt ihr Kartenkontingent frei. (Wünschenswert wäre es wie beim Dresdenspiel, die Mehreinnahmen zu spenden)

– Die Rostocker Fanszene möchte nicht einfach so ausgesperrt werden und meldet eine Demo an. Vorbei an bekannten Institutionen der Fanszene (Jolly Roger, Stadion)

– USP rufen dazu auf, das Spiel vom Südkurvenvorplatz per AFM Radio zu verfolgen.

Jetzt beginnt der Hick Hack. Scheinbar muss ein gemeinsamer Feind her (vergleiche Sozialromantikerkampagne) damit die Fanszene geeint bleibt. Denn statt sich Argumente zu diesem Thema anzuhören und nicht nur den Schluss “is ja nur Rostock” zu ziehen sondern den Schritt weiterzugehen und zu sagen “Sind nächstmal vielleicht wir” (Man denke an Dresden) wird prinzipiell gewettert was das Zeug hält. Problem scheint zu sein, dass der Vorstoß eines “Boykotts” aus den Reihen der organisierten Fans, speziell der USP kommt.

Hört doch bitte damit auf. Wir sind die Fans, es ist UNSER Verein. Wir müssen uns nicht auch noch untereinander zumüllen. Wir sollten geschlossen gegen Willkür einstehen. Solidarität ist eine Waffe. Nirgendwo sollten unschuldige Fans ausgesperrt werden, erst Recht nicht durch die Polizei. magischerfc schreibt:

“Dies alles gesagt zu haben, bedeutet, dass wir eine Reaktion am Sonntag für falsch halten: Normal hinzugehen, seine normale Spieltagsroutine durchzuziehen und wieder nach Hause zu gehen. JEDER sollte ein Protestzeichen setzen, was er als angemessen hält. Sei es nun, dass er vor dem Stadion bleibt, wie von USP angeregt, sei es, dass er ins Stadion geht und eine Tapete, ein Schild, ein Bettlaken oder was auch immer bemalt, sei es, dass er sich vor oder nach dem Spiel an Demonstrationsmaßnahmen beteiligt oder sei es, indem er irgendwas, was auch immer macht.”

Ich schließe mich der Meinung an. Jeder soll seinen Protest auf seine Weise kund tun. Ich werde hier keine Empfehlungen geben was zu tun ist. Ob ihr ins Stadion geht und danach wieder nach Hause fahrt, ob ihr vor dem Stadion sitzt und Radio hört oder ob ihr ganz zu Hause bleibt;

Wichtig ist nur, dass ihr einen kühlen Kopf bewahrt.

Wenn Ihr draussen sitzt und boykottiert lasst die Leute durch, die rein wollen. Wenn ihr rein wollt, lasst die in Ruhe, die anders protestieren. Wir haben keine Freunde zu Gast. Es sind Menschen, die etwas genauso scheiße finden wie wir aber auch bei denen gibt es schwarze Schafe, wie wir wissen auch nicht wenige. Lasst euch auf nichts ein. Passt auf euch auf!

basch
magischerfc
kleiner tod
stpauliNU

 

Anbei noch ein Schreiben vom FanClubSprecherRat

 

An alle Fans des magischen FC,

ernste Worte sind von Nöten und wir alle haben uns eine andere Situation gewünscht als diejenige, die nun zum nächsten Heimspiel gegen Hansa Rostock entstanden ist:

- Eine Hamburger Polizei, die erstmalig erfolgreich den Verkauf von Gästekarten verboten hat. Somit ein Spiel ohne Gästefans.

– Ein Gericht, welches sich nicht in der Lage sah, den Einschnitt in die Freiheit von Fußballfans und ihres Verbands in dieser Dimension zu sehen und zu unterbinden.

– Eine Fandemo der Rostocker Fanszene quer durch Altona und St. Pauli.

– Ein Boykott des Spiels durch große Teile der organisierten Fanszene des FC St. Pauli und eine Protestversammlung auf dem Südkurvenvorplatz während des Spiels.

– Eine Hamburger Polizei, die somit eine Situation vorfindet, die nur noch mit einem Großaufgebot von Sicherheitskräften kontrollierbar erscheint.

– Und daneben noch der Frühlingsdom.

Wir vom FCSR schätzen diese Gesamtsituation als äußerst instabil und somit gefährlich ein und wollen euch ein paar Dinge ans Herz legen. Überlegt euch genau, was ihr an diesem Tag machen wollt:

- Geht ins Stadion, um das Spiel zu sehen, wenn ihr euch an Protestaktionen nicht beteiligen oder diesen Protest ins Stadion tragen wollt.

– Bleibt draußen und kommt zum AFM Container, um ein Zeichen zu setzen.

Wir haben da keine Empfehlung und schreiben niemandem vor, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Aber versucht an diesem Tag möglichst nichts allein zu machen. Achtet aufeinander und versucht euch bereits bei der Anreise zum Stadion zusammenzufinden.

– Meidet das Domgelände.

– Lasst euch nicht provozieren.

– Helft anderen Fans, wenn sie in Auseinandersetzungen verwickelt sind.

– Lasst Kleinkinder an diesem Tag zu Hause.

– Und vor allem versucht nicht, die Fandemo der Rostocker in irgendeiner Art zu stören oder zu begleiten. Es ist ihr gutes Recht ihren Unmut über die Verfügung der Polizei kundzutun. Es ist aber auch unser gutes Recht, unsere eigenen Wege zu finden, unseren Unmut darüber auszudrücken.

Natürlich ist es richtig, unsere Faninstitutionen wie den Fanladen, das Jolly Roger und andere vor Angriffen zu schützen, sollte es zu solchen kommen.
Alle Auseinandersetzungen darüber hinaus mit Fans von anderen Vereinen lehnen wir entschieden ab! Und an diesem Tag ganz besonders!

Wir sagen es noch einmal ganz deutlich: Die Wut über diese Entscheidung richtet sich, was uns als FCSR betrifft, nicht gegen die Rostocker Fanszene, nicht an die beteiligten Vereine, die sich vorbildlich verhalten haben, in diesem Fall auch mal nicht an den DFB, sondern ausschließlich an die Sicherheitsbehörden, die einen Präzedenzfall geschaffen haben, der alle Fußballfans in Deutschland betrifft.

Wir wünschen euch trotzdem einen schönen Spieltag und unserer Mannschaft drei Punkte.

Euer FCSR


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